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		<title>Ausgeprägter Libido in Amorbach</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 12:27:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Kunz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buntes Leben]]></category>
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		<description><![CDATA[Über Libido-Verlust konnte ein 39-Jähriger am Sonntag gegen 20 Uhr sicherlich nicht klagen, eher das Gegenteil war der Fall. Jedenfalls war der Mann nach dem Besuch einer Gaststätte, in der Lautenbacher Straße in Amorbach, gegenüber seiner Lebensgefährtin derart mit Begierde &#8230; <a href="http://ell-werbung.de/blog/suevia/ausgepragter-libido-in-amorbach-75432-967/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Über Libido-Verlust konnte ein 39-Jähriger am Sonntag gegen 20 Uhr sicherlich nicht klagen, eher das Gegenteil war der Fall.</strong></p>
<hr />
<p>Jedenfalls war der Mann nach dem Besuch einer Gaststätte, in der Lautenbacher Straße in Amorbach, gegenüber seiner Lebensgefährtin derart mit Begierde erfüllt, dass er an nichts mehr anderes denken konnte. Die Frau empfand diesbezüglich jedoch ein klein wenig anders. Jedenfalls kam es wegen der Planung des weiteren abendlichen Verlaufes, auf der Straße zu einem lautstarken Streit, weshalb sich auch Passanten in den Zwist einmischten. Jedenfalls ging der hormonell gestresste 39-Jährige auf einen anderen Mann los, sodass diesem weitere Personen zu Hilfe eilen mussten. Die hinzugerufene Polizei konnte den Wüterich unweit der Gaststätte festnehmen. Offenbar nicht mehr Herr seiner Sinne, beleidigte und beschimpfte der Mann alle anderen Passanten. Letztendlich musste der mit knapp über einem Promille alkoholisierte Mann in die Gewahrsamszelle des Neckarsulmer Polizeireviers gebracht werden. Die Annahme, jetzt würde Ruhe einkehren, erwies sich jedoch als falsch. In der Zelle randalierte der 39-Jährige derart, dass er sich selbst verletzte und deswegen mit Hand- und Fußschließen fixiert werden musste. Um weiteren Schaden von ihm anzuwenden wurde der Herr schließlich in eine Psychiatrie eingewiesen. Auch hier fiel er durch sein äußerst aggressives Verhalten auf. Bleibt zu hoffen, dass sein Aggressionsstau in der Nacht etwas nachgelassen hat.</p>
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		<title>Joachim Taxis ist Neckar-Guide</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 10:08:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Kunz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bönnigheim]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Neckar, eingebunden in die Natur, in Kultur und in die wirtschaftliche Nutzung, fasziniert Joachim Taxis schon lange. Jetzt kann er seine Leidenschaft als zertifizierter „Neckar-Guide“ weitergeben. 35 Jahre war der 62-jährige Joachim Taxis Lehrer an der Sophie-La-Roche-Realschule. Nach dieser &#8230; <a href="http://ell-werbung.de/blog/suevia/joachim-taxis-ist-neckar-guide-16117-961/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Neckar, eingebunden in die Natur, in Kultur und in die wirtschaftliche Nutzung, fasziniert Joachim Taxis schon lange. Jetzt kann er seine Leidenschaft als zertifizierter „Neckar-Guide“ weitergeben.</strong></p>
<hr />
<p>35 Jahre war der 62-jährige Joachim Taxis Lehrer an der Sophie-La-Roche-Realschule. Nach dieser Zeit der Wissenvermittlung an Schüler hat er nun im Ruhestand eine neue Herausforderung angenommen. In einem neunmonatigen Kurs der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg, in Zusammenarbeit mit dem Nabu-Landesverband, hat er sich gemeinsam mit acht anderen – darunter Karin Zimmer aus Ingersheim und Rainer Haug aus Pleidelsheim – zum „Zertifizierten Natur- und Landschaftsführer Neckartal“ ausbilden lassen. Ende März wurde der Lehrgang, nach der theoretischen Prüfung im Januar, mit einer praktischen „Lehrprobe“ abgeschlossen. „Da sollte man zeigen, dass man in der Lage ist, eine Gruppe zu führen und Interessantes zu vermitteln“, sagt Joachim Taxis, der sich nach der Übergabe der Urkunden durch den Leiter der Umweltakademie, Claus-Peter Hutter, nun „Neckar-Guide“ nennen darf.</p>
<p>„Das Dreivierteljahr hat mir persönlich großen Spaß gemacht“, merkt Taxis an, schließlich haben für ihn dadurch alte Inhalte wieder Aktualität bekommen, und darüber hinaus habe es nur erstklassige Referenten gegeben. Jetzt fühlt er sich befähigt als selbstständiger „Neckar-Guide“ bei Interessierten den Blick auf den Neckar als Kulturlandschaft in der Natur zu lenken. Doch seine Ziele gehen über das Anbieten von Neckartouren hinaus: „Ein Projekt von mir wird sein, hier in unmittelbarer Umgebung, zusammen mit Kooperationspartnern, den ,Landschaftspark Neckar’ mit Leben zu füllen.“ Dazu will er in den nächsten Wochen auch Gespräche mit den Verwaltungen der Neckargemeinden führen, um für den Landschaftspark Neckar Ideen zu entwickeln. „Ich bringe mich ein“, sagt der 62-Jährige, sieht sich dabei aber nicht als Einzelkämpfer. Zusammen mit seinen neun Kollegen ist er dabei, den Verein „Neckar-Guides“ zu gründen. „Wir wollen damit eine Plattform mit der Gelegenheit zum Austausch aufbauen“, so Taxis.</p>
<div id="attachment_962" class="wp-caption aligncenter" style="width: 430px"><a href="http://www.ell-werbung.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/joachim_taxis.jpg"><img class=" wp-image-962 " title="joachim_taxis" src="http://www.ell-werbung.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/joachim_taxis.jpg" alt="" width="420" height="683" /></a><p class="wp-caption-text">Joachim Taxis ist ein &quot;Neckar-Guide&quot;; Foto: www.helmut-pangerl.de</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zunächst hofft der Bönnigheimer „Neckar-Guide“ nun auf viele Anfragen von Besuchergruppen, um in Touren sein Wissen über die einmalige Flusslandschaft des Neckars weiterzugeben. Thematisch reicht sein Angebot vom Neckar als Wasserstraße und als Lebensraum über Landwirtschaft und Weinbau bis hin zu Erd- und Landschaftsgeschichte. Neben viel Zeit und Engagement hat Taxis für diese Ausbildung auch die Kursgebühren von 350 Euro investiert. Deshalb wird er für seine Touren auch ein Honorar verlangen. „Aber dies ist natürlich verhandelbar“, macht der Naturfreund klar, dass eine Führung nicht am Geld scheitern wird.</p>
<blockquote><p>Info: Der Bönnigheimer „Neckar-Guide“ Joachim Taxis gibt unter der Telefonnummer (07143) 881044 Auskunft.</p></blockquote>
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		<title>Über Wein lässt sich trefflich philosophieren</title>
		<link>http://ell-werbung.de/blog/suevia/boennigheim/uber-wein-lasst-sich-trefflich-philosophieren-41873-956/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 08:05:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Kunz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diskussionsstoff für das Weinkolleg der Vinothek: Braucht man Kreuzungen wie Dornfelder, Cabernet Mitos oder Acolon? Macht es Sinn, württembergische Cuvées zu kreieren? Eines ist für den Vorsitzenden der ehrenamtlichen Vinothekare in Bönnigheim, Hans-Joachim Jaeger, unstrittig: Das monatliche Weinkolleg, das ernsthafte, &#8230; <a href="http://ell-werbung.de/blog/suevia/boennigheim/uber-wein-lasst-sich-trefflich-philosophieren-41873-956/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diskussionsstoff für das Weinkolleg der Vinothek: Braucht man Kreuzungen wie Dornfelder, Cabernet Mitos oder Acolon? Macht es Sinn, württembergische Cuvées zu kreieren?</strong></p>
<hr />
<p>Eines ist für den Vorsitzenden der ehrenamtlichen Vinothekare in Bönnigheim, Hans-Joachim Jaeger, unstrittig: Das monatliche Weinkolleg, das ernsthafte, aber sich nicht zu ernst nehmende Streitgespräch, hat sich inzwischen etabliert. Am Samstag trafen sich 15 Weinkenner in der Kellerei von Heinz Kölle, um dessen 2009er Edition Paradies Cuvée Philipp Rotwein trocken zu beurteilen.</p>
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<p>Bevor aber die tiefdunkle Cuvée aus Dornfelder, Pinot Meunier (Schwarzriesling) und Cabernet Mitos eingeschenkt wurde, stellte Fritz Wachter, &#8220;Spiritus Rector&#8221; des Weinkollegs, die Frage in den Raum, ob man die oben genannten Kreuzungen in Württemberg überhaupt brauche &#8211; um diese auch gleich zu beantworten: &#8220;Für unsere Verhältnisse waren diese Züchtungen nicht nötig.&#8221; Seine Anmerkung, &#8220;was kann der Schwab mit einer Cuvée anfangen?&#8221;, wurde aus der Runde relativiert: &#8220;Sehr viel, und dies seit Jahrzehnten mit dem Trollinger-Lemberger&#8221;. Und Kellermeister Heinz Kölle ergänzte, dass es Verkaufsgebiete außerhalb Württembergs gebe, in denen man mit Cuvées &#8220;sehr gut punkten kann&#8221;. Außerhalb der hiesigen Region seien die Weintrinker etwas offener, auch durch deren Erfahrung mit ausländischen Cuvées. &#8220;Man darf eines nicht verkennen, Württemberg hat eine sehr hohe Sortenvielfalt. Deshalb tun wir uns mit Cuvées hier schwer&#8221;, merkte Werner Krapf an. &#8220;Wir fahren mit unseren alten Sorten eigentlich besser&#8221;, konstatierte Wachter, aber durch die Kreuzungen Dornfelder, Cabernet Mitos oder Acolon sei man eben gezwungen, solche Weine zu kombinieren.</p>
<p>&#8220;Wir haben schon etwas Besonderes zu erwarten&#8221;, so empfing Fritz Wachter die 2009er Edition Paradies Cuvée Philipp. &#8220;Ein ganz wunderbarer Wein, schön rund, ohne Ecken und Kanten&#8221;, beurteilte Hans-Joachim Jaeger &#8211; ohne Widerspruch aus der Runde. &#8220;Säure und Restsüße passen ganz hervorragend&#8221;, so Fritz Wachter. &#8220;Eigentlich ein Zeichen dafür, dass wir Cuvées brauchen&#8221;, brachte es Jaeger am Ende auf dem Punkt. Herrlich, wie man über Weine philosophieren und sich schließlich in Harmonie einigen kann.</p>
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		<title>Heilbronner Falken verpflichten   Brent Walton</title>
		<link>http://ell-werbung.de/blog/suevia/sport/heilbronner-falken-verpflichten-brent-walton-93454-946/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 15:41:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Kunz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
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		<description><![CDATA[Die sportliche Leitung der Heilbronner Falken um Manager Ernst Rupp und Trainer Rico Rossi hat heute die Verpflichtung des kanadischen Top-Scorers Brent Walton vermeldet. Der 28-jährige Flügelstürmer begann seine deutsche Eishockeykarriere in der Saison 2007/08 beim Zweitligisten Landshut Cannibals. In &#8230; <a href="http://ell-werbung.de/blog/suevia/sport/heilbronner-falken-verpflichten-brent-walton-93454-946/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die sportliche Leitung der Heilbronner Falken um Manager Ernst Rupp und Trainer Rico Rossi hat heute die Verpflichtung des kanadischen Top-Scorers Brent Walton vermeldet.</strong></p>
<hr />
<p>Der 28-jährige Flügelstürmer begann seine deutsche Eishockeykarriere in der Saison 2007/08 beim Zweitligisten Landshut Cannibals. In seiner ersten Saison erzielte er in 48 Spielen 19 Treffer und gab 33 Vorlagen. „Bereits damals wollte ich ihn zu uns nach Heilbronn holen, doch seine Leistung blieb auch anderen, zahlungskräftigeren Clubs nicht verborgen, mit deren Angeboten wir einfach nicht mithalten konnten“, erklärt Rossi. Walton entschied sich für einen Wechsel zum Liga-Konkurrenten Bietigheim Steelers, für den er vier Jahre übers Eis wirbelte. Abgesehen von seiner zweiten Saison, als ihn eine Knieverletzung nahezu die komplette Spielzeit außer Gefecht setzte, war er dort immer unter den besten Scorern anzutreffen. Auch in der abgelaufenen Saison sicherte er sich den „goldenen Helm“ dauerhaft und kam in 43 Partien auf 29 Tore und 30 Vorlagen, ehe ihn ein Bauchmuskelriss zum Zusehen zwang. Rossi: „Brent hat in den letzten fünf Jahren seine Torgefährlichkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Er besitzt zwar keine Eishockey-Gardemaße, doch das macht er mit seiner Schnelligkeit und seiner brillanten Stocktechnik mehrfach wett. Außerdem hat er ein tolles Auge für seine Nebenleute. Bevor wir uns auf einen Vertrag einigten, hat er gestern einen medizinischen Test bei unserem Mannschaftsarzt Dr. Oliver Eckardt absolviert. Er versicherte uns, dass die Verletzungen vollständig auskuriert sind. Verständlicherweise ist Brent körperlich nach sechs Wochen Verletzung nicht bei 100 Prozent Leistungsstärke, aber die Defizite wird er im Sommertraining schnell aufholen.“<br />
Für Walton selbst waren zwei Gründe für seinen Wechsel nach Heilbronn ausschlaggebend. „Die bisherigen Verpflichtungen der Falken zeigen, dass dort ein sehr starkes Team aufgebaut wird. Ich will in jeder Saison die Meisterschaft gewinnen, doch dazu müssen mehrere Faktoren stimmen. In Heilbronn sehe ich diese Perspektive gegeben. In Bietigheim war die Situation hingegen nicht so klar.“<br />
Ende April wird Walton noch in Europa Urlaub machen, ehe er am 10. Mai über die Sommermonate in seine kanadische Heimat zurückkehrt.</p>
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		<title>Zwischenaufenthalt</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 11:19:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Kunz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erligheim]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Scheune]]></category>
		<category><![CDATA[Stroch]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit vielen Jahrzehnten warten die Erligheimer darauf, dass sich wieder ein Storch auf der Großen Scheune niederlässt. Jahr um Jahr bereiten die Mitglieder des Nabu-Ortsvereins um ihren Vorsitzenden Erich Joos das Nest vor. Am Samstagabend hat nun ein Weißstorch das &#8230; <a href="http://ell-werbung.de/blog/suevia/erligheim/zwischenaufenthalt-50600-940/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ell-werbung.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/erl_storch_knz_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-941" title="erl_storch_knz" src="http://www.ell-werbung.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/erl_storch_knz_web.jpg" alt="" width="800" height="854" /></a></p>
<p>Seit vielen Jahrzehnten warten die Erligheimer darauf, dass sich wieder ein Storch auf der Großen Scheune niederlässt. Jahr um Jahr bereiten die Mitglieder des Nabu-Ortsvereins um ihren Vorsitzenden Erich Joos das Nest vor. Am Samstagabend hat nun ein Weißstorch das Nest in schwindelnder Höhe intensiv inspiziert. Ob er sich allerdings in Erligheim niederlässt zeigen erst die nächsten Tage, am Sonntagvormittag war das Nest zunächst wieder verwaist.</p>
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		<title>Bubacks Suche nach der Wahrheit</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Apr 2012 08:44:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Kunz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwäbische Sicht]]></category>
		<category><![CDATA[Buback]]></category>
		<category><![CDATA[Generalbundesanwalt]]></category>
		<category><![CDATA[RAF]]></category>
		<category><![CDATA[Spurensuche]]></category>
		<category><![CDATA[Verena Becker]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Ostersamstag vor genau 35 Jahren wurde Generalbundesanwalt Siegfried Buback von der RAF ermordet. Seit 2007 sucht sein inzwischen 67-jähriger Sohn Michael akribisch nach der Wahrheit. Seine schwierige Mission führte ihn ins BZ-Archiv. Es war der 7. April 1977, der &#8230; <a href="http://ell-werbung.de/blog/suevia/bubacks-suche-nach-der-wahrheit-20287-931/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Ostersamstag vor genau 35 Jahren wurde Generalbundesanwalt Siegfried Buback von der RAF ermordet. Seit 2007 sucht sein inzwischen 67-jähriger Sohn Michael akribisch nach der Wahrheit. Seine schwierige Mission führte ihn ins BZ-Archiv.</strong></p>
<hr />
<p>Es war der 7. April 1977, der Gründonnerstag, als am Vormittag Generalbundesanwalt Siegfried Buback in Karlsruhe von RAF-Terroristen auf einem Suzuki-Motorrad in seinem Dienstwagen erschossen wurde. Bekanntlich führte eine Täterspur nach Sachsenheim. Bis zum heutigen Tag ist allerdings die genaue Tatzeit unbekannt. &#8220;Sehen Sie, hier steht, um 9.20 Uhr war Siegfried Buback tot, hier steht um 9.15 Uhr stoppt das Fahrzeug an der Kreuzung und dort steht, dass um 9.13 Uhr der Notarzt schon da war. Wissen Sie, das tut mir weh. Wenn ich in meiner Arbeit so einen Mist machen würde Wenn man nicht feststellen kann, wann mein Vater tot war&#8221;, sagt Michael Buback beim Blättern in den Archivbänden der Bietigheimer Zeitung aus dem Jahr 1977.</p>
<p>Der 67-jährige Chemieprofessor recherchiert gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth (&#8220;Meine Frau ist bei uns der hauptamtliche Archivar.&#8221;) nach der Wahrheit. Bei seiner akribischen Spurensuche, mit der eines Wissenschaftler eigenen Gründlichkeit, überprüft er gemeinsam mit Archivar Martin Hein eine wichtige Information im BZ-Archiv. &#8220;Der Anlass, dass sich ein Zeuge beim ,Spiegel gemeldet hat, und der hat gesagt, in Bietigheim standen vier junge Leute auf dem Bahnhof, darunter war eine zierliche, kleine Frau. Davon ließe er sich auch nicht abbringen. Die vier jungen Leute habe er auf den Schnellzug nach Paris warten sehen. Sie hätten sich am Gleis abseits gehalten und den Eindruck gemacht, dass sie sich von etwas abreagieren wollten&#8221;, erklärt Buback im BZ-Verlagshaus am Abend des 82. Verhandlungstags vor dem Oberlandesgericht in Stuttgart gegen die RAF-Terroristin Verena Becker, wo Buback als Nebenkläger auftritt. &#8220;Das mit der Frau ist natürlich wichtig. Weil es immer hieß, es sei keine Frau dabeigewesen&#8221;, betont Buback, dessen Ziel es ist, die Wahrheit über den Tod seines Vaters herauszufinden. Und seine Wahrheit beinhaltet, dass es eine Frau war, die vom Rücksitz des Motorrads mit einer Maschinenpistole geschossen hat, und nach seiner Überzeugung war das Verena Becker. Das will er beweisen, obwohl dies eigentlich als Nebenkläger und Angehöriger des Opfers nicht seine Aufgabe ist.</p>
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<p>Vor fünf Jahren kamen Buback die Zweifel an der offziellen Lesart, nach der als unmittelbar Beteiligte Christian Klar, Knut Folkerts und Günther Sonnenberg galten. &#8220;April 2007, da hat uns der (Peter-Jürgen) Boock gesagt, die beiden Männer (Klar und Volkerts) sind verurteilt worden und die Frau Mohnhaupt, die war in Bagdad, das weiß man. Er (Boock) hat behauptet, die beiden Männer seien nicht auf dem Motorrad gewesen. Da haben wir natürlich zuerst gedacht, der ist verrückt. Wir haben es nicht geglaubt&#8221;, so der 67-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Kontakt sei entstanden, als es die Diskussion gab, ob Klar begnadigt werden sollte. Die Stellungnahme von Michael Buback habe Boock zur Aussage bewogen: &#8220;Wenn Buback das wissen will, dann kann ich ihm helfen&#8221;. Buback war zu dieser Zeit für eine Gastprofessur in Neuseeland. Als das Ehepaar zurückkehrte, waren sieben Nachrichten von Boock auf dem Anrufbeantworter, die von Mal zu Mal unfreudlicher gewesen seien. Buback: &#8220;Er hat doch noch einmal angerufen, dann kam er auf die Frau, es kamen immer mehr Hinweise auf die Frau und am Schluss war nur noch von der Frau die Rede. Und da haben wir gesagt, das gibt&#8221;s ja gar nicht und dann haben wir schon gedacht, dahinter muss irgendetwas ganz Verrücktes stecken. Dann hat dem ,Spiegel jemand anvertraut, Verena Becker hat bei uns ausgesagt, sie habe mit dem Verfassungsschutz zusammengearbeitet. Da war es natürlich klar.&#8221;</p>
<p>Erst vor wenigen Tagen sei ihm aufgefallen, dass die Terroristen in Karlsruhe am Tattag das Suzuki-Motorrad unter der Autobahn abgestellt und dort in einen Alfa Romeo umgestiegen seien, den sie später in Sachsenheim stehen ließen. In der Nähe der Stelle, an der das Motorrad abgestellt war, hat die Polizei einen Gipsabdruck einer Fußspur abgenommen, auf dem eine &#8220;40&#8243; zu sehen war. &#8220;Es wurde ein Antrag auf kriminaltechnische Untersuchung beim Bundeskriminalamt gestellt, am 27. April 1977, das war also knapp drei Wochen nach der Tat. Das BKA antwortete am 24. Novemer 1978, eineinhalb Jahre später&#8221;, erklärt Buback. Das BKA-Ergebnis: Bei den hier vorliegenden Unterlagen handelt es sich bei der sichtbaren Zahl &#8220;40&#8243; um die Schuhgröße.</p>
<p>&#8220;Nun weiß man natürlich, dass Schuhgröße 40 für einen Mann ungewöhnlich ist, die männlichen Täter sind ja um die 1,80 Meter groß, ich vermute, sie hatten größere Füße. Das Schlimme ist allerdings, dass Frau Becker Schuhgröße 40 hat. Das ist heute bekannt geworden. Das ist schon ein massives Indiz, zumal 20 Zeugen eine Frau gesehen haben.&#8221;</p>
<p>Dies ist weiteres Mosaikstückchen in seiner Recherche, wie etwa die Tatsache, dass bei der Verhaftung von Verena Becker am 3. Mai 1977 in Singen die &#8220;Tatwaffe Buback&#8221;, sowie ein Schraubendreher eines Suzuki-Motorrads und Haarspuren von Becker, die identisch mit denen in einem Motorradhelm sind, gefunden wurden.</p>
<p>Buback kommt im Gespräch nochmals auf die Zeugenaussage zu den Beobachtungen auf dem Bietigheimer Bahnhof zurück: &#8220;Das mit dem Bahnhof in Bietigheim ist schon deshalb interessant, weil auf dem Motorrad, wie die Zeugen gesagt haben, vorne ein großer Mann saß &#8211; das war offensichtlich Sonnenberg, da sind sich alle Experten einig. Alle Augenzeugen hätten gesagt, es habe hinten eine zierliche Frau gesessen. Da gibts eigentlich nur Frau Becker, es gibt keine andere Frau.&#8221; Deshalb habe er in der laufenden Stuttgarter Verhandlung den Antrag gestellt, dass dieser Zeuge gehört werde. &#8220;Ach, da könnten so viele Leute auf dem Bahnhof von Bietigheim stehen, das bedeutet überhaupt nichts&#8221;, sei, so Buback, die Antwort gewesen. Jetzt werde man wohl diesen Zeugen nicht hören. Doch dieser Zeuge könne eben diese zierliche, kleine Frau beschreiben. Die eben &#8220;sehr viel Ähnlichkeit mit Frau Becker hat, wie sie aussah, als sie gefasst wurde&#8221;. Buback: &#8220;Ich habe den Zeugen nicht befragt, sonst heißt es wieder, ich würde mich da einmischen. Ich möchte aber, dass er vor Gericht gehört wird.&#8221; In einem Beweisantrag als Nebenkläger hat Buback zweimal die Bietigheimer Zeitung zitiert. Da die BZ-Artikel nicht in den Prozessunterlagen vorlagen, war kurz nach dem Bubackbesuch einer der fünf Richter des Senats des Oberlandesgerichts im BZ-Archiv, um diese Unterlagen für die Beweissicherung zu überprüfen und hat dabei weitere Auszüge der damaligen Berichterstattung gesichtet.</p>
<hr />
<blockquote><p><em>Spurensuche</em></p>
<p><em>Aufgeben? Diese Frage beschäftigt Professor Michael Buback, ist aber keine Alternative für ihn: &#8220;Der Grund, warum wir nicht längst aufgehört haben ist, weil wir hoffen, dass der Prozess bald zu Ende geht und weil mir natürlich klar ist, in dem Augenblick, in dem ich aufhöre, wird gesagt, jetzt hat er es eingesehen. Er ist ein Spinner. Es war ja schon immer klar, dass an seinen Vermutungen nichts dran ist. Es ist doch alles in Ordnung.&#8221; Im Gegensatz zu ihrem Ehemann merkte Elisabeth Buback an: &#8220;Ich hätte längst aufgegeben.&#8221; Zum Prozess sagt Buback: &#8220;Welche Folgen es hätte, wenn etwas Schlimmes zu Tage käme &#8211; wir wären schuld. Für uns wäre es jetzt fast besser, es käme nichts heraus. Es ist eine idealistische Vorstellung: Wir leben in einem Land, in dem man meint, die Dinge seien in Ordnung. Eigentlich müsste ich längst mit der Recherche aufhören, für uns bringt es nur Schaden, mein Vater wird nicht mehr lebendig und ich bekomme nur Ärger.&#8221;</em></p></blockquote>
<hr />
<blockquote><p>Um sich Michael Buback noch besser zu nähern und um eine weitere Sichtweise auf die Vorgänge vom 7. April 2012 zu gewinnen, empfehle ich den Podcast von 3Sat vom 30. März 2012. In dem Dokumentarfilm von Katja und Clemens Riha wird nicht nur Michael Buback über 18 Monate während des Stuttgarter Prozesses begleitet, es kommen ehemalige Terroristen, Verfassungsschützer und Augenzeugen zu Wort, die seine Thesen stützen &#8211; viele von ihnen brechen nach 30 Jahren zum ersten Mal ihr Schweigen.</p>
<p>Link:<a title="Podcast bei 3Sat" href="http://www.3sat.de/kulturzeit/themen/161551/index.html" target="_blank"> http://www.3sat.de/kulturzeit/themen/161551/index.html</a></p></blockquote>
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		<title>Damit die Musik von Wolle weiterlebt</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 18:32:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Kunz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bönnigheim]]></category>
		<category><![CDATA[Schwäbische Sicht]]></category>
		<category><![CDATA[Gitze]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Schwabenrocker]]></category>
		<category><![CDATA[Wolle Kriwanek]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Hommage an den 2003 verstorbenen Schwabenrocker soll das Wolle-Kriwanek-Programm von Gitze und Band sein &#8211; am Samstag ist dies in Frauenzimmern eindrücklich gelungen. &#8220;Wir haben uns bemüht&#8221;, konstatierte Sänger und Bandleader Gitze am Ende des dreistündigen Konzerts im beschaulichen &#8230; <a href="http://ell-werbung.de/blog/suevia/damit-die-musik-von-wolle-weiterlebt-91232-923/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Hommage an den 2003 verstorbenen Schwabenrocker soll das Wolle-Kriwanek-Programm von Gitze und Band sein &#8211; am Samstag ist dies in Frauenzimmern eindrücklich gelungen.</strong></p>
<hr />
<p>&#8220;Wir haben uns bemüht&#8221;, konstatierte Sänger und Bandleader Gitze am Ende des dreistündigen Konzerts im beschaulichen Saal des Gasthauses Ochsen in Frauenzimmern. Doch diese Einschätzung ging gründlich daneben. Denn was der Frontman mit seinen schulterlangen, grauen Locken und als Mann in den mittleren Jahren gemeinsam mit seinen vier musikalischen Mitstreitern aus dem künstlerischen Vermächtnis von Wolle Kriwanek machen, ist hörens- und erlebenswert. Die fünf, von denen Kuddel Stahl an der Sologitarre einfach herausgehoben werden muss, werden dem 2003 allzu früh verstorbenen, gerne als Schwabenrocker nur unzureichend tituliert, überaus gerecht.</p>
<p>&#8220;Da isch was los, oh Jonger&#8221; möchte man mit der Zeile aus Wolle Kriwaneks &#8220;Herbertstroß&#8221; das Konzert vor rund 60 Zuhörern im betulichen Ochsen-Saal überschreiben. Wie geht man mit dem reichhaltigen musikalischen Funduns des schwäbischen Rockers um? Wie nahe kann man auf der Bühne sich an ihn heranwagen, interpretiert man neu oder reiht man lediglich seine Gassenhauer, wie &#8220;Ufo&#8221;, &#8220;Stroßaboh&#8221; oder &#8220;Reg I di uff?&#8221;, aneinander? Gitze und Band gehen ihren eigenen Weg, nehmen viele frühe Stücke, aber auch &#8220;Zucker und Salz&#8221; aus seinem letzten Album in ihr Wolle-Kriwanek-Programm auf, erlauben den Zuhörern behutsam einige der bundesweit bekannten Hits &#8211; und sind ganz nah am Original, ohne den eigenenständigen Groove zu verleugnen. Denn genau darauf kommt es an: auf den Groove, der auf das Publikum überspringt. Ehrlich und handgemacht, der Rock hart, der Blues gefühlvoll und der Reggae mitreißend, genau, wie Wolle Kriwanek seine Musik selbst auf die Bühne brachte, immer dort wo &#8220;mir eine Steckdose zur Verfügung gestellt wird&#8221;, wie er einmal im Gespräch betonte. &#8220;Damit die Musik von Wolle weiterlebt&#8221; haben sich Gitze und Band auf die musikalischen Fahnen geschrieben. Dass ihnen dies gelungen ist, beschreibt wohl die Textzeile aus einem der ersten Stücke von Wolle Kriwanek, dem &#8220;Badwanna-Blues&#8221;, am Besten: &#8220;I han a Gfühl am ganza Ranza ond da fühl i mi so wohl.&#8221;</p>
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		<title>Frust-Erklärung</title>
		<link>http://ell-werbung.de/blog/suevia/entdeckt-gepostet/frust-erklarung-87535-916/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 13:49:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Kunz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entdeckt & gepostet]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kollegin Angelika Slavik bringt den Frust über den Vorgesetzten in ihrem Kommentar in der Süddeutschen Zeitung vom vergangenen Samstag auf den Punkt. Einfach lesenwert, wenn es einen persönlich auch nicht weiterbringt, aber wenigsten einen Erklärungsversuch beinhaltet. Hier geht&#8217;s zum &#8230; <a href="http://ell-werbung.de/blog/suevia/entdeckt-gepostet/frust-erklarung-87535-916/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kollegin Angelika Slavik bringt den Frust über den Vorgesetzten in ihrem Kommentar in der Süddeutschen Zeitung vom vergangenen Samstag auf den Punkt. Einfach lesenwert, wenn es einen persönlich auch nicht weiterbringt, aber wenigsten einen Erklärungsversuch beinhaltet. <a title="&quot;Wenn der Chef ein Idiot ist&quot;" href="http://www.sueddeutsche.de/karriere/frust-am-arbeitsplatz-wenn-der-chef-ein-idiot-ist-1.1316935" target="_blank">Hier geht&#8217;s zum Kommentar.</a></p>
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		<title>Späte Glückskinder (5)</title>
		<link>http://ell-werbung.de/blog/roman/spate-gluckskinder-5-40454-906/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 08:17:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Kunz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Fortsetzungsroman]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Roman]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Geschwister Sabine und Christian waren getrennt, sich fremd und doch so vertraut – Eine Annäherung nach fünf Jahrzehnten. Ein journalistischer Roman von Jürgen Kunz. Hier nun Teil 5 von “Späte Glückskinder”: 26. JANUAR 2011 Christian konnte es kaum erwarten, &#8230; <a href="http://ell-werbung.de/blog/roman/spate-gluckskinder-5-40454-906/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Die Geschwister Sabine und Christian waren getrennt, sich fremd und doch so vertraut – Eine Annäherung nach fünf Jahrzehnten. Ein journalistischer Roman von Jürgen Kunz. Hier nun Teil 5 von “Späte Glückskinder”:</p></blockquote>
<hr />
<p><span style="font-family: Arial Black,sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><strong>26. JANUAR 2011</strong></span></span></p>
<p>Christian konnte es kaum erwarten, neue Nachrichten von seine Schwester aus München zu hören, und er wollte wie selbstverständlich sein bisheriges Leben mit ihr teilen. Wieder setzte er sich nach einem anstrengenden Arbeitstag an seinen betagten Computer, um den nächsten Brief zu schreiben. Den ganzen Tag hatte er rund 250 Quadratmeter Wände und Decken mit Dispersionsfarbe gestrichen und gewalzt. Eine Arbeit, die in die Knochen geht, aber ihm nach seiner langer Berufserfahrung ohne große Überlegungen von der Hand geht und damit Gelegenheit bietet, den Gedanken freien Lauf zu lassen. Wie von selbst tippte er in die Tasten und erzählte von seiner großen Leidenschaft, dem Klavierspielen und davon, wie er mit Mozart, Beethoven, Schumann, Strauß und Musorgsky groß geworden ist. Doch nicht nur die Klassiker hatten seine Jugend musikalisch geprägt. Die Beatles, die Rolling Stones und Woodstock mit Joe Cocker, The Who, Crosby, Stills and Nash, Janis Joplin, Ten Years After und natürlich Led Zeppelin und John Lord und Deep Purple, Emerson, Lake and Palmer, The Eagles, Jethro Tull und Status Quo waren seine Favoriten. Blues, Rock&#8217;n Roll und Hammond-Sound eben. Und dann das Orgelspiel mit Bach, Telemann, Pachelbel und seinem Favoriten und Liebling Mendelssohn. Besonders gerne erinnerte er sich an dessen Paulus-Oratiorum, bei dem er in der Maulbronner Kantorei im Tenor mitgesungen hatte. Heute wäre es der Bass, notierte er mit einem Schmunzeln an seine Schwester. </p>
<p><em>Liebes Schwesterchen. Danke für die Umarmung per SMS. Umarme mich fest und lange, wie Dir danach ist. Wenn ich jetzt so an den Begriff „Mutter“ denke: Ich möchte Dir nie wissentlich weh tun! Ich weiß aber, dass auch Worte oft verletzen können – auch ohne, dass man dies will und sich darüber im Klaren ist. Dann bitte ich Dich im Voraus schon um Verzeihung, wenn so was passieren sollte. Du sagst es, wenn dann Fragen zur Vergangenheit, die wir ja klären wollen, oder auch zu Deinem jetzigen Leben Dir zu viel werden, oder zu intim: „Bis hierher Brüderchen und nicht weiter.“ Ich werde es akzeptieren.</em></p>
<p><em>Im Gegenzug kannst Du mich alles fragen, was Du willst. Du bekommst Antworten darauf.</em></p>
<p style="text-align: center;"> <script type="text/javascript"><!--
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<p><em>Warst Du eigentlich im Volkshochschulkurs „How to love your brother or sister“? Ich war da nämlich nicht. Keine Ahnung, wie man seine Schwester liebt, Nun ja, man beobachtet, wie andere Geschwisterpaare miteinander umgehen, aber da gibt es bei uns doch sehr große Unterschiede. </em></p>
<p><em>Du trägst Deinen Mädchennamen. Das heißt Du bist nicht verheiratet? Oder Dein Mann hat Deinen Nachnamen angenommen? Laufen da noch ein paar „Schweigerti&#8217;s“ durch die Gegend? Oder lebst Du mit einem „Lebensabschnittspartner“ zusammen? Oder mit einer Partnerin? Oder lebst Du allein und begnügst Dich einfach mit guten Freunden? Isst Du Fleisch? Oder gehörst Du zu denen, die unserem Essen das Essen weg essen? </em></p>
<p>Fragen, Fragen, Fragen über Fragen beschäftigten Christian beim Schreiben des Briefes. Immer mehr wurde ihm bewusst, dass er nichts von seiner Schwester wusste, dass er um vieles in seinem Leben bisher betrogen wurde. Doch er hatte keine Zeit, darüber zornig zu werden. Er wollte vieles jetzt einfach nachholen. Und er war deshalb sehr ungeduldig, durchaus in der Sorge, dass er zu schnell zu viel wollte und damit seine Schwester möglicherweise abschrecken könnte. </p>
<p><em>Wie war das Leben zu Dir? Warst Du lang mit „unserer“ Mutter zusammen? Habt ihr zusammen gelebt? Bist Du früh von zu Hause weggegangen? War das noch so etwas wie ein Vaterersatz da? Wie war Deine Mutter? Ich möchte irgendwann mit Dir zu ihrem Grab gehen. </em></p>
<p>Christian erinnerte sich an den Satz seiner leiblichen Mutter: „Es hat ihr fast das Herz gebrochen, mich weggeben zu müssen. Aber es ging halt nicht mit beiden kleinen Kindern.“ Er war überzeugt, dass sie den Vater ihrer beiden Kinder sehr geliebt haben musste, oder einfach von ihm fasziniert gewesen war. </p>
<p><em>Ich nenne die Frau, die mich erzogen und großgezogen hat, meine Mutter. Vielleicht tut Dir das weh. Aber es ist nun mal so. Sie hat mir das Tapezieren beigebracht, sie hat mir morgens das Müsli gemacht, sie stand dahinter, dass ich jeden Tag von 14 bis 15 Uhr Klavier geübt habe, (dafür habe ich sie manchmal gehasst), ich hab&#8217; mich gestresst mit ihr, und oft fielen krachend Türen hinter mir zu. Sie ist heute 83 Jahre alt und ich liebe sie.</em></p>
<p><span style="font-family: Arial Black,sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><strong>26. JANUAR 2011</strong></span></span></p>
<p>Sabine freute sich, dass ihr neu gewonnener Bruder „völlig aus dem Häuschen“ gewesen war, wie er ihr beim ersten Telefonat gestanden hatte, nachdem er den Brief vom Jugendamt Göppingen bekommen hatte. Sie war ebenso aufgeregt gewesen, als sie das erste Mal von der Existenz eines Bruders erfahren hatte. Dies war kurz nach dem Tod ihrer Mutter, und dies hatte sie in ein völliges Gefühlschaos gestürzt. Sie hatte sich belogen und betrogen gefühlt, nicht nur weil ihre Mutter dieses Geheimnis mit ins Grab genommen hatte, auch deshalb, weil viele ihr nahestehenden Menschen, die wohl von ihrem Bruder wussten, geschwiegen hatten. Damals hatte sie aber nur von der Existenz des Bruders erfahren, nicht mehr, nicht einmal sein Geburtsdatum oder andere Anhaltspunkte, die bei einer Suche hilfreich gewesen wären. Nach ihrer Einschätzung hatte sie bis dahin zu ihrer Mutter die meiste Zeit im Leben ein „gutes, vertrauensvolles Verhältnis“. Plötzlich stellte Sabine alles in Frage. Gleichzeitig hatte sie das Gefühl, dass ihr etwas für sie ungemein Wichtiges und Schönes vorenthalten worden war. Umso glücklicher war sie nun, dass sie ihren Bruder gefunden hatte und der sich, nach wenigen Tagen zwischen Hoffen und Bangen, nachdem Sabine den positive Nachricht vom Göppinger Amt bekommen hatte, bei ihr gemeldet hatte.</p>
<p><em>Ich habe mich so sehr über unser Telefonat gefreut. Es war einfach nur schön. </em></p>
<p><em>Hab ganz herzlichen Dank für Deinen lieben Brief mit den Bildern von Dir. Bei dem Foto von Dir, das auf dem Konzert von Mark Knopfler aufgenommen wurde, musste ich grinsen. Eine erste gemeinsame Vorliebe! Denn Mark Knopfler gehört zu meinen absoluten Lieblingsmusikern. Mein großes Hobby ist der orientalische Tanz, dem ich seit 25 Jahren nachgehe. Unterricht gebe ich seit 15 Jahren, unter anderem auf der Uni, in verschiedenen Gymnasien und bis zum Frühjahr 2009 im „Oriental Dance Circle“. Im September 2009 habe Lucija und ich zusammen das Studio „Oriental Inspiration“ ins Leben gerufen und uns selbstständig gemacht. </em></p>
<p><em>Mein Lebenspartner Bernd und ich haben letztes Jahr unser 25-jährigen Zusammensein gefeiert. Wir führen eine glückliche Partnerschaft, haben keine Kinder und leben unsere Partnerschaft auf eine etwas andere Art, das heißt wir leben nicht zusammen. Er hat seine eigene Wohnung in Dachau. Mit einer Beziehung im herkömmlichen Stil hätte ich ein ziemliches Problem. Aber da Bernd ähnlich angelegt ist, passt es zwischen uns ausgezeichnet.</em></p>
<p><em>Ich würde Dich unglaublich gern bald persönlich kennen lernen, weiß natürlich nicht, wie Du dazu stehst? Vielleicht brauchst Du einfach noch Zeit. Momentan bin ich allerdings auch ein wenig in Zeitnot. Denn wir fliegen am 24. Februar wieder mal nach Südafrika. Ich werde drei Wochen bleiben und lande am 18. März wieder in München. Habe allerdings bis einschließlich Montag, 21. März, Urlaub. Bernd bleibt noch drei Wochen länger, da er über viel mehr Zeit verfügt als ich. Denn ich kann wegen meiner Galerie und dem Bauchtanzstudio nicht so lange abwesend sein. Noch dazu wird meine Studiopartnerin Lucija – übrigens eine ehemalige Schülerin von mir und eine unglaublich begabte, liebe und tolle junge Frau – im Frühjahr ihr Abitur machen. Das heißt, dass ich in dieser Zeit auch ihre Unterrichtsstunden übernehme, damit sie den Rücken frei hat fürs Lernen. Und vor meinem Urlaub sind alle Termine schon verplant. Aber danach können wir uns treffen. Vielleicht einfach auf halber Strecke zum Beispiel in Ulm oder Stuttgart. Natürlich würde ich mich sehr darüber freuen, wenn Du einfach nach München kommen würdest. Das sind einfach mal ein paar Ideen, die ich so habe. Du kannst ja mal darüber nachdenken&#8230;</em></p>
<p><span style="font-family: Arial Black,sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><strong>27. JANUAR 2011</strong></span></span></p>
<p><em>Hallo liebes Brüderchen, gerade ist Dein Brief eingetroffen und ich habe mich begierig drauf gestürzt. Ich werde versuchen gleich alle Deine Fragen zu beantworten und gehe der Einfachheit halber chronologisch vor. Einige Fragen habe ich Dir ja schon meinem Brief an Dich beantwortet – ohne zu wissen, dass Du sie stellst.</em></p>
<p><em>Außerdem wollte ich Dir einfach vorweg sagen, dass Du in meinem Leben ganz herzlich willkommen bist! Bis jetzt war ich in keinem Volkshochschulkurs, um zu lernen, wie man einen Bruder liebt. Ich lasse das einfach mal auf mich zukommen&#8230; Aufgrund Deiner Briefe und unseres bisherigen Kontakts stellte ich mir das aber ganz leicht vor. </em></p>
<p><em>Nein, Du tust mir mit Deinen Fragen sicherlich nicht weh und ich werde Dir, soweit es mir möglich ist, alle ganz offen beantworten. </em></p>
<p><em>Leider ist es zu spät, Dir Händchen zu halten, wenn Du Bilder unserer Mutter siehst. Ich habe Dir nämlich schon welche geschickt. Jedoch habe ich nur welche auf denen sie ganz jung und und welche auf denen sie ganz alt ist. Dazwischen habe ich auf die Schnelle nichts gefunden. Sie hat sich schlecht fotografieren lassen, sah auf Fotos fast immer schrecklich aus, daher hat sie es auch gehasst, abgelichtet zu werden und sich schlichtweg jedem Fotoapparat verweigert. Ob ich ihr ähnlich sehe? Ich weiß nicht so recht. Sie war schon mal sehr klein, ich bin 1,75 m groß – vielleicht bin ich allerdings inzwischen ein wenig geschrumpft – keine Ahnung. Menschen, die uns beide gut und lange kennen, sagen wir sahen uns ähnlich, was aber weniger an der Optik lag, als an Mimik und Gestik. </em></p>
<p>In Beziehungen zu Männern fühlte sich Sabine als echt schwieriger Fall. Ausschließlich von Frauen erzogen und mit ganz vielen Frauen aufgewachsen, wusste sie eigentlich nicht wie Männer denken, wie sie funktionieren. In ihrer Jugend hatte sie sich immer sehnlichst einen Vater gewünscht und ihre Freundinnen glühend um ihre Väter beneidet. Ihr Erzeuger hatte schließlich jeden Kontakt mit ihr abgelehnt, worunter Sabine als Kind und Jugendlichw besonders gelitten hatte. Auch die der Mutter zustehenden Alimente hatte er strikt verweigert und war, um diesen Zahlungen zu entgehen, in die Fremdenlegion abgehauen. Da ihre Mutter sich darüber in Schweigen gehüllt hatte, weiß Babara nichts über die Beziehung der beiden. Nie hatte sie ein Foto von ihm gesehen, auf Nachfragen reagierte die Mutter verstockt, so dass nicht bekannt war, ob es eine Liebesbeziehungen der beiden gegeben hatte. Mitte der 1990er Jahre erhielt Sabine ein Schreiben vom Nachlassgericht in Konstanz, in dem sie über seinen Tod informiert wurde. Gleichzeitig hatte man ihr von einem Erbe abgeraten, da er zu diesem Zeitpunkt hochverschuldet gewesen war. Aus diesem amtlichen Schreiben ging auch hervor, dass in der Zeit, als er mit Lina Schweigert zusammen gewesen war, mit einer anderen Frau verheiratet war und mit ihr fünf eheliche Kinder gezeugt hatte. Noch heute wird Sabine zornig, wenn sie daran denkt, dass geschmackloserweise eines der Kinder fast zeitgleich mit ihr geboren wurde.</p>
<p>Sabine wollte sich in ihrem zweiten, ausführlichen Brief ihrem Bruder öffnen, ihm geheime Dinge anvertrauen. So war es für sie zwar immer noch schwer, aber unabdingbar über das Geschehnis zu schreiben, das ihr Leben für eine lange Zeit geprägt hatte:</p>
<p><em>Im Alter von 13 Jahren wurde ich für einen längeren Zeitraum vom Arbeitgeber meiner Mutter sexuell missbraucht. Dieses Geheimnis habe ich über viele Jahre bewahrt, da ich gedacht habe ich wäre schuld, dass dies passiert ist. Auch meiner Mutter habe ich niemals davon erzählt und für mich selbst den Vorfall über viele Jahre völlig verdrängt. Aber das war dann das einschneidende Erlebnis, weshalb ich Männern gegenüber ein tiefes Misstrauen hatte.</em></p>
<p><em>Glücklicherweise hatte ich fast nur sehr liebe Freunde, aber immer wenn die Rede von Heirat, Zusammenziehen oder Kindern war, habe ich die Beziehung abgebrochen und mich in die nächste gestürzt. Im Alter von etwa 30 Jahren begann ich darüber nachzudenken, warum ich mich nicht wirkliche auf einen Mann einlassen kann und eine Therapie gemacht. Bei dieser wurde unter anderem auch der sexuelle Missbrauch zum ersten mal in meinem Leben besprochen und behandelt. Ja, und dann hatte ich das Glück Bernd kennen zu lernen. Wir waren eine ganze Zeit nur befreundet und haben viel miteinander unternommen. Und dann hat es auch anderweitig zwischen uns gefunkt. Mit ihm bin ich, wie ich Dir ja schon in meinem ersten Brief geschrieben habe, seit über 25 Jahren glücklich zusammen (natürlich wie überall im Leben mit Höhen und Tiefen). Aber ich weiß halt nun, dass trotz Therapie und des langen Zusammenseins eine herkömmliche Beziehung einfach für mich nicht in Frage kommt.</em></p>
<p><em>Ich liebe Kinder in allen Altersklassen, auch wenn ich selbst keine wollte und bin in meinem Freundeskreis bei den jungen Leuten sehr gefragt. Spiele auch gerne den Babysitter für die ganz kleinen, was ich dann auch sehr genieße, bin aber auch froh sie dann auch wieder abgeben zu können. Daher finde ich es auch ganz klasse, plötzlich Tante von zwei Nichten und zwei Neffen zu sein. Ich finde es toll, dass Du so großartige Kinder hast.</em></p>
<blockquote><p>Fortsetzung folgt.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Eine emotionale Sache</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 13:33:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Kunz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bietigheim-Bissingen]]></category>
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		<description><![CDATA[Gerade kampfbetontes Eishockey ist eine emotionale Sache. Gerade für die Fans, die sich mit ihrem Team freuen, mit ihm leiden und bereit sind, 60 Minuten die Mannschaft zu unterstützen. Rund 2000 der 2216 Zuschauer erlebten beim Pokalfinale am Dienstagabend zwischen &#8230; <a href="http://ell-werbung.de/blog/suevia/eine-emotionale-sache-98081-898/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gerade kampfbetontes Eishockey ist eine emotionale Sache. Gerade für die Fans, die sich mit ihrem Team freuen, mit ihm leiden und bereit sind, 60 Minuten die Mannschaft zu unterstützen.</strong></p>
<hr />
<p>Rund 2000 der 2216 Zuschauer erlebten beim Pokalfinale am Dienstagabend zwischen den Bietigheim Steelers und den Landshut Cannibals den emotionalen Höhepunkt einer durchaus schwierigen Saison für die Bietigheimer Eishockey-Fans. Da tat es gut, dass die Mannschaft ein eindeutiges Zeichen setzte und sich demonstrativ vor ihrer Anhängerschar auf den Stehtribünen verneigte – was gleichzeitig dazu führte, dass die Edelfans auf den Sitzplätzen lediglich die Rückansicht der Kufencracks zu sehen bekamen – und den Fans Gelegenheit gab, den Spielern per Handschlag und Umarmung auf dem Eis zum Pokalsieg zu gratulieren.</p>
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<p>Es ist eine mehr als merkwürdige Unsitte, die sich in den Profisportarenen breit gemacht hat und die auch in der Bietigheimer Eishalle fröhliche Urstände feiert: Da gibt es die leidenschaftliche Mehrheit, die zu jedem Heimspiel pilgert, die eng an eng bei Niederlagen leidet, die um jeden Sieg mitzittert, die sich mit Fan-Devotionalien eindeckt und die es murrend erträgt, dass die 15-minütigen Drittelpausen eigentlich nicht für den Kauf von allerlei Stärkungen ausreicht. Auf der anderen, erhabenen (Stadion)-Seite gibt es die Sitzplatz besitzenden Edelfans, die zugegebener Maßen mit ihrem Scherflein maßgeblich zur Finanzierung des professionellen Sports bei den Steelers beitragen, die im exklusiven Kreis sich mit Häppchen und anderen Genussmittel vor, während und nach dem Spiel über das Geschehen auf dem Eis und mögliche gemeinsame Geschäfte austauschen. Gemein mit dem gemeinen Eishockey-Fan will man sich aber nicht machen, wie sonst ist es zu erklären, das man sich just nach der Pausensirene schnell in den abgeschotteten VIP-Bereich zurück verzieht, der zudem von strengen Türstehern bewacht wird.</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Das Gemeinschaftserlebnis der ehrlichen Freude über den Sieg der eigenen Mannschaft oder den verbindenden Jammer bei einem Misserfolg dürfen diese bedauernswerte VIP’s leider nicht erleben. Einfach einmal für zwei Stunden loslassen, sich mit dem unbekannten Nachbarn verbrüdern – Fehlanzeige. Da ist ein Stehplatz direkt an der Bande wie ein Platz an der Sonne.</p>
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