Derby am Freitagabend zwischen den Steelers und den Falken: Ein emotionales Fest für 2662 Eishockeyfans in der ausverkauften Bietigheimer Eisarena – mit dem glücklicheren Ende für die Gäste aus dem Unterland.
Eishockey-Derbys zwischen den Bietigheim Steelers und den Heilbronner Falken sind für deren Anhänger natürlich immer etwas ganz Besonderes. Wurden nach letzten Begegnung am 4. November in der Bietigheimer Eisarena eher negative Schlagzeilen produziert, war der gestrige Vergleich zwischen den beiden Teams und deren Anhänger ein Eishockeyfest: Ein rassiges Match auf dem Eis und eine lautes, emotionales Duell zwischen den beiden streng getrennten Fanblöcken. Wenigstens beim Wettstreit der frenetisch ihr jeweiliges Team anfeuernden Anhänger kann man von einem Unentschieden berichten.
Die Sicherheitskräfte und die Ordnungskräfte der Polizei hatten sich perfekt auf das Derby vorbereitet und zeigten von Beginn an Präsenz: Security-Chef Marco Klett hatte 35 Mitarbeiter in und an der Eisarena postiert, die Polizei war mit 40 uniformierten Beamten, vier Hundeführern und einigen “Eishockey-Insidern” der Polizei aus Heilbronn vor Ort. Bereits im Einlassbereich wurden die Fangruppen getrennt. War die Anhängerschaft nicht augenscheinlich, fragten die Sicherheitskräfte freundlich aber bestimmt nach: “Heim- oder Gastmannschaft?”
Im Außenbereich hinten den Stehrängen sorgte ein massives Aufgebot an Polizeibeamten dafür, dass eine Demarkationslinie nicht überschritten werden konnte. Auch durch die Schmährufe einiger unbelehrbarer, bierseliger Schreihälse auf Steelersseite in der Drittelpause ließ sich die Ordnungsmacht nicht provozieren. Spätestens nachdem die Krakeeler im gleißenden Licht der Polizeivideokamera standen, beendeten sie ihr tumbes Tun.
Dennoch, nicht völlig ohne Emotionen erlebten einige Polizeibeamte das Derby auf den Rängen. Beim Ausgleichstreffer zum 2:2 für die Falken, war durchaus ein zurückhaltender Anflug von Begeisterung bei einigen zu beobachten.
Mannhaft ertrugen die Bietigheimer Fans den Siegtreffer der Gäste in der dritten Minute der Verlängerung und mussten danach nicht nur die Jubelgesänge der Unterländer über sich ergehen lassen. Da die Heilbronner überschwänglich ihre Team feierten, wurde die Steelers-Anhänger als erste aus der Halle geleitet und mussten durch den durchnässten Untergrund hinter der Halle zu ihren Fahrzeugen marschieren. Die dreckverschmierten Schuhe waren aber sicherlich zu verschmerzen, hatten sie doch ein packendes Derby in der Eisarena erlebt.
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