Mit 39 Jahren ist Alexander Fleig der jüngste Kandidat, der sich um den Freudentaler Bürgermeisterposten bewirbt. Er verfügt aber über die umfangreichste Erfahrung in der kommunalen Verwaltung.
Seit seiner offiziellen Bewerbung als Bürgermeisterkandidat am 29. November hat Alexander Fleig, der seit August das Amt des Stadtkämmerers in Großbottwar inne hat, Kontakt mit Bürgern, mit den Vereinen und Gewerbetreibenden in Freudental gesucht. “Nach vielen Gesprächen habe ich mir eine Meinung gebildet”, sagt der 39-Jährige. Positiv überrascht war er von den Rückmeldungen auf seinen Wahlflyer, in dem er die Freudentaler mittels Antwortkarte aufforderte, ihre Einschätzung der Gemeinde und Ziele, um die sich ein neuer Bürgermeister besonders engagieren sollte, zu formulieren. “Dies hilft mir, ein umfassendes Bild von Freudental zu bekommen und zu erfahren, was den Menschen wichtig ist”, so Fleig.
Das “absolut brennende Thema mit der höchsten Priorität” sei die Ansiedlung eines Lebensmittelmarkts. “Es wird nicht einfach, aber ich werde meine ganze Kraft dafür einsetzen”, betont der Verwaltungsfachmann und hat sich schon zwei wichtige Argumente für etwaige Gespräche mit möglichen Interessenten zurecht gelegt: Der Standort ist fußläufig von den Freudentalern zu erreichen und die hohe Frequentierung der Verbindungsachse Mühlacker – Heilbronn sorgt für zusätzliche Kunden. Natürlich will er sich auch um das Thema Schloss kümmern. Fleig: “Es ist einfach wichtig, dass, wenn ein neuer Bürgermeister kommt, einen Konsens zwischen Eigentümer und Kommune zu finden.”
“Gut und richtig” sei die Entscheidung des Gemeinderats gewesen, einen Antrag auf Aufnahme ins Landessanierungsprogramm zu stellen. Für den Bürgermeisterkandidaten sei die Sanierung des Rathauses und die Überzeugungsarbeit bei Privatleuten, auch aus energetischer Sicht etwas in der Ortsmitte zu tun, eine der dringendsten Aufgaben. Und Fleig hat eine Vision: “Einen Platz, der zum Verweilen in der Ortsmitte einlädt, zu schaffen.” Bei der Kinderbetreuung seien in Freudental die Weichen gestellt. Jetzt gelte es an der Konzeption weiterzuarbeiten – “bedarfsgerecht und finanzierbar”. Apropos Finanzen: Dem Kämmerer ist durchaus bewusst, dass der geringe finanzielle Spielraum der Gemeinde es nötig macht, klare Prioritäten zu setzen und alle möglichen Förder- und Zuschussmittel auszunützen. “Darin sehe ich meine Stärke. Schließlich mache ich dies seit elf Jahren”, so Fleig, der vor seiner Aufgabe als Kämmerer in Großbottwar sechs Jahre lang Fachbeamter für das Finanzwesen bei der Gemeinde Spiegelberg im Rems-Murr-Kreis war. Auch die interkommunale Zusammenarbeit will er verstärkt ausbauen, “um in der Gemeinschaft für alle Einsparpotenziale zu generieren”.
Bei seinen Begegnungen in Freudental sei er “überall freundlich aufgenommen worden”, merkt Alexander Fleig an: “Es hat sich für mich bestätigt, dass ich zu Freudental passe.”
Bei zwei von ihm veranstalteten Bürgergesprächen und zwei Infoständen auf dem Wochenmarkt möchte der Bürgermeisterkandidat die Kontakte in der Gemeinde vertiefen. “Und dann will ich mich bei einer Veranstaltung von der ganz privaten Seiten zeigen”, verspricht Fleig – am Sonntag, 29. Januar, um 11 Uhr lädt er alle Interessierten zu einem gemeinsamen Lauftreff ein. Start ist am Parkplatz an der Schönenberghalle.
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