19. Juni 2011
von Der Kunz
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Es gibt durchaus beglückende Momente für einen bekennenden Schwaben, der seine sprachliche Identität auch im Norden Deutschlands nicht verleugnen kann und will. Beim Zusammentreffen mit 32 Journalistenkollegen aus ganz Deutschland ist man darauf vorbereitet, als sprachlicher Exot eine Lanze für den eigenen Dialekt brechen zu müssen. Fragen, wie „schreiben Sie auch auf schwäbisch?“, nimmt man gelassen zur Kenntnis und weiß dies zu kontern. Die Namen Schiller, Hegel, Mörike, Schubart oder Hesse genügen in der Regel, um die Schandmäuler zum Schweigen zu bringen. Dass der bajuwarische Dialekt meistens gerne mit Wohlwollen gehört wird, frustriert gelegentlich. Wenn aber gerade Kollegen aus Nordrhein-Westfalen ausdrücklich bestätigen, dass sie den schwäbischen Dialekt sehr gerne hören, dann ist man sich sicher – unser Vaterland wächst zusammen.