SCHWABENUMSCHAU

bisher "Writersworld", weiterhin verlässlich, unabhängig und mit viel Lesespaß

2. März 2012
von Der Kunz
Keine Kommentare

Hommage an Wolle Kriwanek

Gitze

Vormerken: „Gitze & Band“ geben am Samstag, 24. März, ab 21 Uhr ein Gastspiel – ausschließlich mit Songs von Wolle Kriwanek – im Gasthaus zum Ochsen in Güglingen-Frauenzimmern.

13. November 2011
von Der Kunz
Keine Kommentare

Kommentar: Nicht klein machen

Als bekennender Schwabe wage ich täglich den sprachlichen Drahtseilakt: Ich schwätze Stuttgarter Honoratiorenschwäbisch und schreibe schriftdeutsch. Zwar sind die Ausdrucksmöglichkeiten im Dialekt um einiges vielfältiger und differenzierter als in der von Luther vereinheitlichten Schriftsprache, doch genau darin liegt die Schwierigkeit des Schwäbischen: Kein Wörterbuch wird je in der Lage sein, den unterschiedlichen Ausprägungen gerecht zu werden.

19. Juni 2011
von Der Kunz
Keine Kommentare

Beglückende Momente

Es gibt durchaus beglückende Momente für einen bekennenden Schwaben, der seine sprachliche Identität auch im Norden Deutschlands nicht verleugnen kann und will. Beim Zusammentreffen mit 32 Journalistenkollegen aus ganz Deutschland ist man darauf vorbereitet, als sprachlicher Exot eine Lanze für den eigenen Dialekt brechen zu müssen. Fragen, wie „schreiben Sie auch auf schwäbisch?“, nimmt man gelassen zur Kenntnis und weiß dies zu kontern. Die Namen Schiller, Hegel, Mörike, Schubart oder Hesse genügen in der Regel, um die Schandmäuler zum Schweigen zu bringen. Dass der bajuwarische Dialekt meistens gerne mit Wohlwollen gehört wird, frustriert gelegentlich. Wenn aber gerade Kollegen aus Nordrhein-Westfalen ausdrücklich bestätigen, dass sie den schwäbischen Dialekt sehr gerne hören, dann ist man sich sicher – unser Vaterland wächst zusammen.

11. November 2010
von Der Kunz
Keine Kommentare

Käs’kucha-Affäre

Ich war noch niemals in New York, bekenne ich freimütig mit den Worten des gleichlautenden Udo-Jürgens-Musicals, das am 18. November Premiere in Stuttgart feiert. Und dennoch erlaube ich mir, meiner Kollegin zu widersprechen, die in der jüngsten Ausgabe von „Sonntag Aktuell“ den „New York Cheesecake“ als ein kulinarisches Heiligtum („üppig, süß, wunderbar cremig“) bezeichnet und den hierzulande gebackenen Käsekuchen als „schnödes Quarkgebäck“ diskriminiert. Doch ich will milde über die Kollegin den Stab brechen. Schließlich kennen nur wenige den unvergleichlichen schwäbischen Käsekuchen meiner angeheirateten Tante Ester – goldgelb, fluffig und mindestens fünf Zentimeter hoch. Oder jene Käsekuchenköstlichkeit (geadelt mit Rosinen) in der Bundeswehrkantine in Worms-Pfeddersheim, die über 15 Monate hinweg mein Überleben sichergestellt hat. Für die Zubereitung eines Käsekuchens hat fast jede schwäbische Hausfrau ihre kleinen Geheimnisse, zumal dieses Naschwerk gerne dazu neigt, an der Oberfläche einzureißen. Was es natürlich zu verhindern gilt. „Geheimtipps“ nehme gerne als Kommentar-Beitrag entgegen – auch um einen Kontrapunkt zum New-York-Backwerk zu setzen.

Wolle Kriwanek

23. April 2008
von Der Kunz
Keine Kommentare

Erinnerungen an einen liebenswerten Wegbegleiter

Am 20. April waren es bereits fünf Jahre, dass Wolle Kriwanek viel zu früh und unerwartet verstorben ist. Doch die Erinnerung an einen langjährigen Wegbegleiter bleibt lebendig.